Was ist eine Absturzgefahrenzone?
Der bestimmte Bereich auf Ihrer Baustelle, in dem Sie das Gleichgewicht oder den Halt verlieren und dadurch stürzen könnten, ist ein Bereich mit Absturzgefahr. Jede Geh- oder Arbeitsfläche, die mindestens drei Meter hoch ist, kann ein Sturzrisiko darstellen. Stürze werden in der Regel durch die Bereitstellung ungeeigneter Sicherheitsausrüstungen und deren unsachgemäße Verwendung, die Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften und unvorsichtiges Verhalten gegenüber Sicherheitsmaßnahmen bei der Ausführung von Aufgaben verursacht. Die jährliche Sicherheitsschulung und das Einführungsprogramm des Unternehmens müssen Absturzgefahren und Absturzsicherung umfassen.
Regelmäßige Sicherheitsbesprechungen sind ebenfalls eine gute Idee, um die Arbeitnehmer über Absturzgefahren und die Notwendigkeit von Absturzsicherungen zu informieren, was ihnen helfen kann, die OSHA-Normen und -Gesetze einzuhalten. Es ist äußerst wichtig, die Absturzgefahren auf der Baustelle gründlich zu analysieren, um vor Beginn der Arbeiten einen geeigneten Absturzschutz für die Arbeitnehmer zu organisieren. Vor der Planung von Arbeitsaktivitäten muss die nachstehende Hierarchie der Kontrolle befolgt werden:
- Versuchen Sie, Aufgaben so zu organisieren, dass Arbeiten in der Höhe überflüssig werden, indem Sie den Arbeitsplatz umgestalten oder eine Zone mit kontrolliertem Zugang einrichten.
- Sorgen Sie für erste Verteidigungssysteme wie Geländer, Zäune oder Barrikaden auf Plattformen sowie für Stufen, um Stürze zu verhindern.
- Verwendung einer persönlichen Absturzsicherung mit einem Verbindungsmittel fester Länge, das den Arbeiter daran hindert, den Bereich der Absturzgefahr zu betreten. Unter bestimmten Umständen kann dies jedoch die Mobilität des Arbeiters einschränken.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es zu Stürzen kommen, und wenn dies der Fall ist, sollte die erste Priorität darin bestehen, den Sturz zu kontrollieren, um die Sicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Ein persönliches Absturzsicherungssystem (PFAS) muss verwendet werden, wenn die Arbeiten eine große Mobilität des Arbeiters erfordern oder er sich in der Nähe der Absturzkante befindet. Die Kante der Absturzgefahr kann scharf, voreilend oder beides sein und stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Scharfe Kanten können die Absturzsicherung verletzen und zu Todesfällen führen. Daher ist es wichtig, eine Absturzsicherungsausrüstung zu wählen, die für die jeweilige Aufgabe und Arbeitsumgebung geeignet ist.
Eine weitere wichtige Überlegung beim Umgang mit Absturzkanten ist die Bestimmung der Absturzhöhe, bevor die Sicherheitsausrüstung für die Arbeiter ausgewählt wird, um Notfallszenarien zu vermeiden. Bei einigen Arbeiten, wie z. B. Maurerarbeiten, müssen sich die Arbeiter während der Ausführung ihrer Aufgaben an einer Absturzkante aufhalten; aufgrund der Art der Arbeit verlagert sich die Absturzkante jedoch mit dem Fortschreiten der Aufgabe, und es gibt oft keine Stelle, an der ein Anschlagpunkt angebracht werden kann. Aufgrund der höheren Gefährdung der Arbeiter wird für solche Arbeiten meist ein kontrollierter Zugangsbereich eingerichtet, der auch dazu beiträgt, unbefugte Arbeiter fernzuhalten. Für kontrollierte Zugangsbereiche schreibt die OSHA vor:
- Die kontrollierte Zugangszone ist mit einem Band, Draht oder Seil deutlich zu kennzeichnen und muss in einem Abstand von mindestens 6 Fuß und höchstens 25 Fuß von der freiliegenden oder führenden Kante angebracht werden.
- Alle Arbeitnehmer und Aufsichtspersonen müssen die OSHA-Bestimmungen zur Absturzsicherung einhalten.
- Die Arbeitnehmer müssen darauf achten, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und in kontrollierten Zugangsbereichen auf potenzielle Risiken zu achten.
Alle Mitarbeiter müssen ausreichend in der Absturzsicherung geschult und in der Lage sein, potenzielle Absturzgefahren auf einer Baustelle zu erkennen, und sie müssen die erforderlichen Notfallmaßnahmen kennen.



