Welche 2 Arten von Absturzsicherungen werden im Baugewerbe verwendet?
Das Baugewerbe birgt viele potenzielle Gefahren am Arbeitsplatz, darunter auch Stürze, die zu den zehn häufigsten OSHA-Verstößen gehören und für etwa ein Drittel aller Todesfälle auf Baustellen verantwortlich sind. Die Arbeitgeber sind für die Bereitstellung von Absturzsicherungen verantwortlich, und die Arbeitnehmer sind verpflichtet, die angebotenen Sicherungen auf sichere Weise zu benutzen, um unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden. Die Absturzsicherungen müssen in der allgemeinen Industrie bei einer Höhe von vier Fuß beginnen, auf Werften bei fünf Fuß, im Baugewerbe bei sechs Fuß und auf Langholzbaustellen bei acht Fuß. Im Baugewerbe gibt es zwei Haupttypen von Absturzsicherungen, die je nach Bedarf eingesetzt werden:
- Passiver Fallschutz erfordert keine persönliche Schutzausrüstung und keine Beteiligung der Arbeitnehmer. Schutzgeländer, Netze und Handläufe sind Beispiele für passive Systeme. Passive Systeme eignen sich am besten für Arbeitsbedingungen, bei denen technische Kontrollen Absturzgefahren nicht ausschließen können.
- Aktive Absturzsicherungssysteme sind interaktiv und erfordern den Einsatz von Spezialausrüstungen sowie die Beteiligung des Arbeiters. Aktive Systeme werden in zwei Arten unterteilt: Absturzsicherungen und Auffangsysteme. Rückhaltesysteme sind so konstruiert, dass sie den Arbeiter dabei unterstützen, weit genug an eine ungesicherte Kante heranzukommen, um die Aufgabe zu erledigen, aber nicht weit genug, um über die Kante zu stürzen. Auffangsysteme sind eine realistische Lösung, wenn passive oder verfahrbare Rückhaltesysteme nicht eingesetzt werden können, um die Arbeiter vor einem Absturz zu bewahren. Ein Auffangsystem muss verhindern, dass ein abstürzender Arbeitnehmer auf den Boden oder ein Objekt oder eine Ebene unterhalb der Arbeitsstelle aufschlägt.
Wenn es darum geht, wirksame Verfahren und Kontrollen zum Schutz vor Abstürzen zu entwickeln, ist es wichtig, mit der Hierarchie der Kontrollen zu beginnen, die bei diesem Prozess helfen kann. Beseitigen Sie das Absturzrisiko so weit wie möglich, aber wenn das nicht möglich ist, legen Sie eine Absturzsicherungsstrategie für die Sicherheit der in der Höhe arbeitenden Mitarbeiter fest. Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten, um Stürze zu vermeiden oder zu verhindern:
Sturzprophylaxe:
Dabei handelt es sich um eine Art von Absturzsicherung, die den Absturz einer Person verhindert. Absturzsicherungssysteme sind an Arbeitsplätzen erforderlich, an denen Mitarbeiter in großer Höhe arbeiten. Nur wenn es zu einem Sturz kommt, kommt der Auffangmechanismus zum Einsatz. Ein Anschlagpunkt, ein Auffanggurt und ein Verbindungselement (z. B. ein Verbindungsmittel oder eine selbstaufrollende Rettungsleine) sind Teil der Auffangvorrichtung.
Positionierung:
Das Positionierungssystem hält die Arbeiter an Ort und Stelle und sorgt dafür, dass sie unversehrt bleiben, so dass sie mit beiden Händen frei arbeiten können. Dieses System bietet keine Auffangfunktion, verhindert aber Stürze.
Abruf:
Ein Rückholsystem, oft auch als Rettungsplan bezeichnet, ist ein System, das nach einem Absturz aktiviert wird. Dies würde vor allem das Szenario nach einem Sturz abdecken, bei dem sich das System darauf konzentriert, wie die gestürzten Arbeitnehmer gerettet werden können. Auch die OSHA verlangt einen Rettungsplan für Stürze.
Aufhängung:
Hängesysteme können Arbeiter absenken und stützen, während ihre Hände frei bleiben, um Aufgaben zu erledigen. Die Federung wird für Arbeiter verwendet, die z. B. Malerarbeiten oder Fensterputzen durchführen.

